Vom Schaf zur Wolle

 

Am 16.09.2010 besuchten die Klassen 4a und 4b die Norddeutsche Woll- und Kammgarnspinnerei (NWK). Heute ist das ein Museum, in dem auch Mitmachaktionen angeboten werden. Für unsere Klassen war eine Führung durch das Industriemuseum und die Aktion "Vom Schaf zur Wolle" gebucht.

 

Die 4a nahm zuerst an der Mitmachaktion teil.

 

1. Von der Wolle eines geschorenen Schafes zupften wir kleine Büschel ab. Sie fühlten sich sehr fettig an. Das liegt am Lanolin, was noch in in der ungewaschen Wolle ist.

2. Im warmen Wasser wird der grobe Schmutz und das Lanolin  teilweise ausgewaschen.

3. Die Wolle wird nach dem Trocknen entweder mit der Handkarde oder der Kardiermaschine "gekämmt", damit die Fasern der Wolle in einer Richtung liegen.

 

4. Am Spinnrad wird dann aus der kardierten Wolle ein Faden.

5. Danach entscheidet man über die 
weitere Verwendung des Wollfadens. 
Bei unserer Aktion wurde der Faden 
an einem alten Webstuhl verwendet.

 

Anschließend ging es ins Industriemuseum
 

Für die Arbeit in der alten "Wolle" warb man die meisten Arbeiter aus dem Osten (Böhmen, Ostpreußen, Schlesien) an. Dort gab es keine Arbeit. Die Menschen hatten Hunger und kamen gerne nach Delmenhorst.

Die Familie Lahusen kümmerte sich um Ihre Arbeiter.
Sie sorgte für Wohnung, Nahrung, Schule,
Krankenversorgung usw.
Doch dafür mussten die Arbeiter hart arbeiten.

 

                                                  

Die angelieferte Wolle wurde sortiert, gewaschen
und anschließend zu feinen Garnen verarbeitet.

Das schmutzige Wasser wurde in die Delme geleitet.
Das Wasser wurde aber als Trinkwasser gebraucht:
Viele Menschen wurden krank.
Aber trotz allem ging es ihnen besser als in ihrer Heimat.